Vorbeugung durch Sport: Welche Sportarten sind gesundheitsfördernd?
Der Mensch ist ein Bewegungswesen. Wer sich regelmäßig bewegt, der leistet einen natürlichen Beitrag zu körperlicher und seelischer Ausgeglichenheit, zur Regeneration, schöpft Kraft und fördert seine Lebensfreude. Es ist ein Unterschied, ob man Sport betreibt oder Bewegung macht. Bewegung ist das Notwendige an Körperarbeit, um den Bewegungsapparat so zu pflegen und zu warten, dass eine entsprechende Leistungsfähigkeit und ein harmonisches Körpergefühl mit weitgehender Schmerzfreiheit der Normalzustand ist oder wird. Sport ist eine körperliche Betätigung, die dieses Mindestmaß überschreitet und eine freiwillige Entscheidung.
Ob die Motivation Sport zu betreiben, Freude am Gemeinschaftserlebnis eines Mannschaftssports ist, das Erfolgserlebnis beim direkten Vergleich in Wettkampf und Spiel oder die wohltuende Regeneration beim Ausdauersport, bleibt jedem Einzelnen überlassen.
Sportarten für gesundheitsförderndes Herz-Kreislauf-Training im Ausdauerbereich und Sauerstoffgleichgewicht sind beispielsweise:
> Walking (schnelles Spazieren)
> Jogging (Laufen) – beim Laufen werden über zwei Drittel der Muskulatur benützt
> Wandern
> Bergwandern
> Skilanglaufen – fordert 90 Prozent der Muskeln.
> Radfahren – aktiviert ein Drittel der Muskulatur.
> Schwimmen – fordert 35 Prozent der Muskeln und ist die schonendste Art, sich zu bewegen.
> Rudern…
Bei den genannten Sportarten ist die wichtigste Grundregel, dass die Ausdauerbewegung nicht zur Qual werden darf, sondern sich nach den Anfangsschwierigkeiten zu einer harmonischen Bewegungsform im Sauerstoffgleichgewicht entwickelt. Als erste Regel für die richtige Belastung gilt die Formel: 180 minus Lebensalter = Pulsschläge. Für einen 40Jährigen lautet die Berechnung zum Beispiel: 180 minus 40 = 140. Mit dieser Pulsfrequenz liegt man im richtigen Trainingsbereich. Werte darunter bringen für das Herz-Kreislauf-System nicht viel, Werte darüber ebenfalls nicht.
Eine zweite Regel bestimmt die obere Grenze: Bei Ausdauerbewegungen sollte man sich nur so weit belasten, wie man noch gut durch die Nase ein- und ausatmen kann. Jede Übungseinheit sollte mindestens 25 Minuten dauern, kann jedoch bei entsprechender Kondition auch länger sein. Medizinische Langzeituntersuchungen belegen, dass Ausdauerbewegung bis ins hohe Alter sinnvoll ist und was den Körper betrifft, der wirkungsvollste Beitrag zu lebenslanger Gesundheit. Auch senkt Ausdauertraining im Sauerstoffgleichgewicht den Insulinspiegel in Richtung Normalwert, was sowohl einer Zuckerkrankheit vorbeugt als auch das Hungergefühl reduziert.
Ein gutes Hilfsmittel für Anfänger ist ein Pulsgerät, dass die Herzfrequenz mit Hilfe eines Gurtes im Brustbereich misst und den Wert drahtlos auf eine entsprechende Armbanduhr überträgt. Sobald man unter oder über die eigene Grenze kommt, warnt ein Piepston. Die Methode, dauernd eigenhändig die Pulsschläge zu zählen, unterbricht nicht nur den Bewegungsablauf, sie ist auch ungenau und lästig. Nach einiger Zeit entwickeln die meisten Personen ein Gefühl für ihren eigenen gesunden Bewegungsbereich.
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